Was ist im Todes­fall zu tun?

Informieren & Organisieren

Wenn wir einen nahestehenden Menschen verlieren, gerät unser Alltag aus dem Gleichgewicht. In dieser Zeit fehlt oft die Kraft, klar zu denken oder Entscheidungen zu treffen.

Darum ein möglicher, fast immer ähnlicher Ablauf:

Tag 1-2: Bestattungsunternehmen informieren, Totenschein beschaffen

Tag 2-3: Termin für Trauerfeier und Beisetzung festlegen (Gespräch mit dem Bestatter oder direkt mit einem Trauerredner)

Tag 3-5: Termin mit dem Freien Redner für das Vorgespräch vereinbaren

Tag 4-6: Musik, Beteiligte und ggf. Rituale abstimmen (organisieren die Angehörigen oder legen diese Organisation in die Hände des Freien Redners)

Tag 6-7: Organisatorisches vor Ort klären (Technik, Blumen, Fotos etc.)

 

Je nach Situation (z. B. Urnenbeisetzung, Ausland, Feiertage) kann dieser Ablauf auch variieren.

 

Was gehört zum äußeren Rahmen?

Auch hier ist vieles erlaubt und möglich. Meistens jedoch:

  • Kleidung: Dunkel, dezent-festlich oder nach einem Motto – je nach Stil der Feier
  • Blumen: Lieblingsblumen, saisonale Sträuße, Kränze oder lockere Arrangements
  • Fotos: Ein Porträt für die Feier, evtl. eine Collage oder digitale Bildershow
  • Gästeliste: Offen oder im kleinen Kreis? Je nach Wunsch und Situation
  • Gedenkbuch: Möglichkeit für Gäste, etwas Persönliches zu hinterlassen

 

Tipp: Reden Sie mit dem Redner, wenn Sie unsicher sind – er oder sie kennt viele Varianten und kann helfen, Entscheidungen zu treffen.

Abschied am Grab. Den letzten Moment gestalten.

Am Grab spürt man die Endgültigkeit des Abschieds. Umso wichtiger sind ruhige, einfühlsame Rituale, die helfen, diesen Moment aufzufangen.  

  1. Wie wird dieser Moment gestaltet?

Bei einer freien Trauerfeier kann der Teil am Grab ebenfalls gemeinsam mit der Rednerin oder dem Redner vorbereitet werden.
Der Ablauf kann ganz unterschiedlich sein – je nach Friedhof, Bestatter und den Wünschen der Familie.

Mögliche Elemente:

  • ein gemeinsamer Gang zum Grab
  • eine kurze Ansprache oder stilles Geleit
  • ein Musikstück oder gemeinsames Lied
  • ein Abschiedsritual – zum Beispiel Blumen, Erde, Kerzen oder ein Segenswort
  • ein letzter Gruß durch die Gäste

Wichtig auch hier, Ruhe und Stille, um  Zeit zum Fühlen zu haben.

 

  1. Welche Rituale am Grab sind möglich?

Einige Beispiele:

  • Blumen ins Grab legen – üblich
  • Eine Handvoll Erde – als Symbol für den Kreislauf des Lebens
  • Kerze entzünden – ein Licht, das bleibt, wenn wir gehen
  • Gegenstände mitgeben – z. B. einen Brief, einen Stein oder ein Foto (abhängig von der Friedhofsordnung)
  • Gemeinsame Stille –Moment des Innehaltens.
  • Musik spielen – leise im Hintergrund oder bewusst als Abschied ausgewählt

Sie dürfen auch hier das gestalten, was Ihnen guttut.